Geschichte



Am 21. Mai 1933 wurde Ferdinand Mitterbauer als neuntes und letztes Kind des Sägearbeiters Johann Mitterbauer und seiner Frau Maria in Geierseck geboren. Der erste Kontakt mit der Motorwelt war das "Mile Sachs" seines Vaters, das mit 98 ccm 2,5 PS geschafft hat. Der "Hendlschreck" war für den kleinen Ferdl eine Faszination und ein Höhepunkt in seinem Kinderdasein.


Mit 14 begann er dann eine Mechanikerlehre bei der Firma Priewasser. Er war von Anfang an die Nr. 1 nach dem Boss, denn die Belegschaft bestand nur aus dem Ferdl. Es war noch eine "Mechanikerei" vom alten Schlag, zunächst ohne Markenbindung.


Ein Ersatzteillager wäre sinnlos gewesen, denn für alte Futterschneidemaschinen gab es ohndies keine Ersatzteile. Was kaputt war, wurde geschweißt oder gedreht.


Die erste große Investition Mitterbauers war ein Motorrad, eine NSU Max mit 21 PS, die er "aufgezuckert" hat und mit der er 1955 bei seinem Einstieg in den Motorsport auf Anhieb einen 1. Platz errang. Dafür gab es einen Pokal und - für die Mama - eine Kaffeemaschine.


Die Firma Priewasser, inzwischen Vertragswerkstätte für NSU-Motorräder geworden, erregte so die Aufmerksamkeit des Importeurs, Komm.-Rat Ernst Frey in Wien, der Mitterbauer eine Werksmaschine zur Verfügung stellte. Um das in ihn gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen, wurde Mitterbauer damit 1957, 1958, 1959 und 1963 Staatsmeister - zweimal in der Klasse Motorräder bis 330 ccm und zweimal in der Klasse Automobile bis 600 ccm.


Nach der Lehre blieb Ferdinand Mitterbauer noch bis 1958 bei der Firma Priewasser, dann wurde er Autoverkäufer bei Kommerzialrat Frey, der Gefallen an dem bescheidenen Staatsmeister gefunden hatte. 1960 machte er sich nach der Ablegung der Meisterprüfung gemeinsam mit Gattin Sieglinde in der Linzer Schiller Straße mit dem Verkauf von NSU und der angeschlossenen Werkstatt selbständig. 1968 zog sich die Wiener Firma Frey aus Linz zurück und die Mitterbauers übernahmen dessen sehr bescheidene Geschäftsräume in der Schiller Straße. 1970 wurde die oberösterreichische Gebietsvertretung für den großen Automobilhersteller Toyota übernommen. Nach anfänglicher Skepsis war man sehr überrascht, denn die Toyotas verkauften sich so gut, dass der Standort Salzburger Straße bald aus allen Nähten platzte.


Also beschloss Ferdinand Mitterbauer, in Pasching an der Trauner Kreuzung ein größeres Firmengebäude zu errichten, das 1974 eröffnet wurde. Bis Ende 2007 wurde dieser Betrieb fünf Mal umgebaut und vergrößert, so dass er den heutigen Standards entspricht.
Auch der Standort Schiller Straße war nach 17 Jahren nicht mehr zeitgemäß, deshalb wurde im Norden von Linz, in der Leonfeldner Straße, ein weiterer Betrieb gebaut. 1988 bezog die Belegschaft das neue Gebäude, wo endlich Verkauf und Werkstatt unter einem Dach vereint waren.


Für seine großen Verdienste um die heimische Wirtschaft überreichte der Landeshauptmann 1994 Ferdinand Mitterbauer, dessen Firma sich zu einem der größten Toyota-Betriebe Österreichs entwickelt hatte, das Silberne Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich.


Am 30. Juni 2003 verlor Ferdinand Mitterbauer den Kampf gegen seine schwere Krankheit.


Schon 1998 wurde an Sohn Ing. Markus Mitterbauer, Absolvent der HTL Steyr und auch im Rallyesport mit zwei Vize-Staatsmeistertiteln sehr erfolgreich, die Geschäftsführung übergeben. Nach dem Tod des Vaters war es an ihm, das Unternehmen erfolgreich weiterzuführen.


Im Oktober 2004 wurde in Perg der dritte Standort eröffnet.
Die rege Bautätigkeit des Hauses Mitterbauer wurde 2008 mit dem Umbau der Toyota-Schauräume und der Errichtung eines neuen Lexus-Gebäudes in Pasching finalisiert.